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(noch nicht veröffentlicht) Gaunerkomödie in sieben Bildern
Aus Kostengründen lagert die Schweiz ihre gesamte Wertschöpfung aus. Das einzige UNO-Mitglied mit direkter Demokratie führt die vier neoliberalen Freiheiten ein; Kapitalfreizügigkeit, Warenfreizügigkeit, Dienstleistungsfreizügigkeit, Bürgerfreizügigkeit. Die Schweizer privatisieren alles, was sie vor 150 Jahren verstaatlicht haben: die gesamte Grundversorgung, Eisenbahn, Post, Banken, Krankenkassen, Telekommunikation, Strassen, Energieversorgung. Die Schweizer wollen den anderen Staaten in nichts nachstehen, wenn es darum geht, Teil einer modernen und „freien“ Gesellschaft zu sein. Patrioten sind rückständig, fortschrittlich ist, wer sich als Europäer fühlt. Die Eliten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft fühlen sich mächtig. Ihr Reichtum gibt ihnen das Gefühl „übermenschliche“ Kräfte zu besitzen. Die Zahlen auf den persönlichen und geschäftlichen Bankkonten wachsen stetig. Reiche kennen keine Armen. Wer arm ist, macht selbst etwas falsch und ist selbst schuld.
Doch plötzlich, eines Morgens, bleiben die Computerbildschirme schwarz. Es ist der schwarze Freitag 2010. Ernüchterung macht Entsetzen Platz. Die Schweizer erkennen, dass sie den ganzen Staat – die schweizerische Demokratie – an ausländische Kapitalbesitzer verkauft haben. Und wozu? Für welchen Gegenwert? Für wertlos gewordene, elektronische Zahlen auf einem Computer. Und jetzt, da die Bildschirme schwarz sind: Wer ist der neue Besitzer der Schweiz? Wer hat die Demokratie auf’s Kreuz gelegt? Humorvoll, kurzweilig und mit satirisch-ironischem Scharfsinn parodiert diese Theaterkomödie den Irrsinn unserer Zeit.
Dieses Stück von Thomas Brändle und Marcel Schneider kann zur Aufführung über info@freisinnig.ch bezogen werden.
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